Der Wolf in Deutschland: Ein Gespräch mit Wolfs-Expertin Marie Neuwald
Shownotes
🐺 Artensteckbrief: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/artensteckbrief.html ✏️ Fakten-Check: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/19003.html 🐑 Herdenschutz: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/19712.html 🚜 Wölfe und Menschen – Wege zur Koeistenz: https://www.youtube.com/watch?v=svXX9W6n4VE 💌 Musterbrief: Wölfe gehören nicht ins Jagdgesetz: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/26885.html 🤝 Wolfpat*in werden: https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/patenschaften/wolf/index.html
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00:00:00: Liebe Hörerinnen
00:00:01: und Hörern, willkommen zur Weiteräule dem NABU-Projekt Podcast.
00:00:05: Mein Name ist Victoria und ich unterhalte mich hier mit Experten aus der Naburwelt um etwas mehr über ihre vielfältige und spannende Arbeit zu erfahren.
00:00:17: Viele
00:00:18: Mythen,
00:00:19: vielleicht auch Märchen, hangen sich ja um dieses Wesen und wir wollen im Ganzen heute etwas mehr auf die Spur gehen, vielleicht ein bisschen näher kommen, vielleicht einen paar Sorgen?
00:00:29: abbauen und es weniger mythisch machen, dem ein oder anderen jedes vielleicht klar sein.
00:00:34: Heute geht es um den Wolf!
00:00:36: Und ich freue mich sehr dass meine Gäste in Marienholwald heute da ist und wir ein bisschen mehr zum Wolf erfahren darüber reden können und vielleicht hoffentlich auch ganz viele Menschen begeistern können.
00:00:49: Schön dass du da bist Marie.
00:00:50: Genau als allererstes bitte ich dich natürlich wie jeden unserer Gästen magst Du Dich einmal unseren Hörern und Hörerinnen vorstellen, wer bist du?
00:00:59: Und was machst du eigentlich beim NABU.
00:01:00: Ja mein Name ist Marie Neuwald.
00:01:02: ich arbeite jetzt seit elf Jahren beim Nabo und auch seitdem schon im Wolfs Thema.
00:01:07: Ich habe damals als Studentin hier im Wolfsteam angefangen und bin dann geblieben weil mich das Thema wirklich begeistert.
00:01:14: Ich kümmere mich eigentlich um alles was das Thema Wolf betrifft aber weil wir ja beim Bundesverband sind schon wirklich viel um die politische Arbeit und wenn dem Thema Wolf gibt es so viele politische Punkte, die immer diskutiert werden.
00:01:28: Wo wir ja nachher auch noch drauf eingehen?
00:01:30: Auf der anderen Seite bekleide ich aber auch das Thema Herdenschutz-Herdenschutzforderungen und habe Kontakt zu Schäfereiverbänden zum Beispiel, zu anderen Tierhalterverbänden weil ich das eben ganz wichtig finde dass wir nicht nur in unserer Bubble sind sondern eben auch da mit den Leuten reden, die davon auch betroffen sind.
00:01:48: Genau ein anderes Thema was ich begleite ist noch die naturschutzfachliche Beweidung also an sich wie so ein Widerspruch wirkt.
00:01:56: Wolf und Weidet die Haltung auf einem Schreibtisch, aber ich finde es eigentlich genau richtig dass das auf einem schreibtisch ist.
00:02:02: und ja generell das Thema Atemschutzpolitik andere Arten die da auch unter Druck geraten.
00:02:08: also das liegt alles bei mir.
00:02:10: Ich
00:02:10: hoffe genau dass wir später noch den scheinbaren Widerspruch auflösen dass ja eigentlich Wolf und weitet die Haltung dass das irgendwie doch natürlich zusammen gehört.
00:02:20: wenn du jetzt ansonnen eher klassisch gearteteren Arbeitstag denken würdest, wie würdest du deinen normalen Arbeitsalltag für die Hürre beschreiben?
00:02:34: Ja also leider sitze ich schon wirklich viel im Büro.
00:02:38: Das kann man jetzt nicht leugnen.
00:02:40: Also ich habe jetzt keine Ranger-Stelle wo ich viel draußen bin und irgendwie Wolfs Monitoring mache und gucke wo sind die?
00:02:47: Ich wurde auch schon öfter gefragt ob ich Welpen mit aufziehe.
00:02:50: Nee, wäre bestimmt auch mal interessant.
00:02:54: Aber nein das macht ja der Nabo nicht sondern Wölfe kommen hier gut zurecht.
00:02:58: wir gucken dass es auch gesellschaftlich klappt.
00:03:01: also von daher der typische Arbeitsalltag ist Ich bekomme viele Emails, ich bekomme fele Anfragen.
00:03:08: Viel Politik aber schon auch viel Pressearbeit.
00:03:11: also die Medien sind eigentlich immer interessiert am Thema Wolf.
00:03:13: Aber ich bin auf vielem Kontakt mit den Landesverbänden weil das Thema Wolf ja wirklich weiß ist was in der Fläche relevant ist.
00:03:22: Also von daher so einem Untermisch an Politik, Pressearbeit, Verbandsarbeit und viel Kontakt mit Menschen.
00:03:30: und genau das finde ich es auch das was an dem Job Spaß macht.
00:03:34: Ab und zu darfst auch du, was heißt raus.
00:03:38: Aber genau es gibt ja auch bei dir ab und zu wahrscheinlich die Gelegenheiten mal in die Fläche zu kommen und einzelne Projekte zu besuchen?
00:03:44: Ja das stimmt!
00:03:45: Das habe ich jetzt natürlich unterschlagen.
00:03:48: Ab und Zu bekomme ich auch mal eine Dienstreise genehmigt, sei es denn jetzt zu einem Beweidungsprojekt wo es unter anderem dann auch um Herdenschutz geht.
00:03:55: aber auch Gebiete... Ich war zum Beispiel für den NABU auch schon bei Exkursionen in der Schweiz oder in Schweden Um da eben zu schauen, wie gehen die Leute mit dem Thema Wolf um?
00:04:06: In der Schweiz war das natürlich besonders faszinierend.
00:04:09: Die Leute dort, die Hirten auch wirklich so extrem steil hängen... Pferdenschutz machen.
00:04:14: Also das hätte ich jetzt eigentlich, wenn ich das gesehen hätte, hätte ich auch gesagt diesen Stall, nee, das geht nicht da an ein Netz zu stecken und dann zeigen die wie dies machen und es geht.
00:04:23: Das ist viel Arbeit ja!
00:04:24: Und genau also von daher ab und zu geht das schon raus oder mal zur politischen Veranstaltung oder so.
00:04:30: Das stimmt und das ist auch gut damit man nicht nur im Büro sitzt.
00:04:35: Wir wollen jetzt vielleicht ganz platt anfangen aber die Basis schaffen.
00:04:41: deswegen wäre meine erste Frage.
00:04:44: Warum, würdest du sagen ist der Wolf eigentlich
00:04:48: wichtig
00:04:49: für uns?
00:04:50: Also für uns meine ich natürlich ja das deutsche Natur-Umweltsystem aber warum ist der wolf wichtig?
00:04:58: Ja genau das ist eine Frage die oft gestellt wird und man kann die grundsätzlich schon einfach beantworten.
00:05:05: Also der Wolf ist ein großer Beutekreifer, der große Beutektreifer sind dafür da um die Pflanzenfresser in einem Ökosystem zu regulieren, zu begrenzen damit eben auch die Nahrung der Pflanzen Fresser nämlich aufwachsende Bäume, die Vegetation generell eine Chance hat auch aufzuwachsen.
00:05:22: also zu viele Pflanzen fresser die nicht reguliert werden führen eben dazu dass das Gewalt geschädigt wird dass es zu wenig Vegetationen gibt.
00:05:32: Und genau, also das ist grundsätzlich so die Aufgabe von großen Beutegreifern und davon mal abgesehen gibt es aber auch immer mehr Erkenntnisse, dass gerade Wölfe sehr gut dabei helfen Krankheiten, die im Wildbestand krassieren, sei es jetzt die afrikanische Schweinepest oder neulich habe ich auch gehört, dass auch Krankheiten untervögeln dass sie da helfen diese Krankheiten oder die Ausbreitung davon zu reduzieren, indem Sie eben erkrankte oder schon gestorbene Wildtiere fressen und die Bakterien oft nicht den Darmtrak des Wolfes überleben.
00:06:08: Genau!
00:06:08: Oder Sie die Tiere natürlich auch daran hindern noch weiterzulaufen und in größere Gebiete diese Krankheitserreger zu übertragen?
00:06:15: Also von daher das finde ich schon auch sehr interessant weil Befürchte, dass wir schon in den nächsten Jahrzehnten immer häufiger mit solchen Bildkrankheiten zu tun haben.
00:06:26: Was natürlich für den Wildbestand an sich nicht gut und angenehm ist aber was ja auch die wirtschaftliche Tierhaltung betrifft die Draußenhaltung von Geflügel oder von Schweinen und so weiter immer mehr einschränkt.
00:06:45: Genau, also von daher dafür sind Wölfe gut.
00:06:48: Und ich finde aber von dieser generellen wofür brauchen wir Wölfer?
00:06:52: Also das ist eigentlich die Frage, die mir oft gestellt wird was bringen Wölfen uns Menschen... Da kann man natürlich so biologisch darauf antworten, aber ich finde auch diese ethische Perspektive ganz interessant.
00:07:04: Also muss denn jedes Tier, jedes Lebewesen was hier ein Lebensrecht zugesprochen bekommt?
00:07:09: Muss es einen Nutzen für den Menschen haben oder können wir auch einfach akzeptieren dass es hier ein heimisches Tier gibt das immer noch geeigneten Lebensraum findet selbstständig zurückgekommen ist was hier einfach sein darf ohne dass es jetzt einen monetären Nutzen führt uns bringt wenn man das beim Wolf aufdröseln könnte.
00:07:27: Aber trotzdem finde ich es auch immer ganz gut, dass im Hinterkopf zu behalten.
00:07:32: Genau!
00:07:32: Das ist dann einfach glaube ich auch eine Perspektivfrage wo man sich eben im Ökosystem einordnet ob der Mensch denn überall steht oder ob wir nicht alle Teilen davon sind.
00:07:42: Ich habe manchmal die Vermutung, dass sich ähnlich Leute fragen was euch die Westen für uns tun.
00:07:49: aber genau.
00:07:50: Ja definitiv.
00:07:51: also ich glaube diese Fragen werden bei fast ein Lebewesen gestellt.
00:07:57: Ja, wo ist Bayer?
00:07:59: Länger!
00:08:00: Nicht in Deutschland zu finden.
00:08:02: Er ist jetzt zurück und er ist jetzt auch nicht seit fünf Jahren zurück schon noch ein paar Jahre länger Gott sei Dank.
00:08:09: Magst du uns vielleicht einmal mitnehmen warum ist der Wolf überhaupt quasi verschwunden und wie kam er dann zu uns zurück?
00:08:18: Ja sehr gerne.
00:08:19: also Wölfe waren wir sind hier heimische Tiere.
00:08:22: Die gab es hier immer, die gab es generell früher fast auf der kompletten Nordhalbkugel.
00:08:28: Also sie waren wirklich sehr weit verbreitet und sehr anpassungsfähig.
00:08:31: Also Wölfe gab's in eigentlich jeglichen Naturräumen also von den Wüsten bis in arktische Gebiete.
00:08:37: Gab es Wölfen, die natürlich unterschiedlich aussahen sich unterschiedlich angepasst haben so waspell und größer anging aber wirklich ein sehr weitverbreites Tier.
00:08:47: So in sagen wir Mitteleuropa Europa wurde der Wolf spätestens seit dem frühen Mittelalter sehr intensiv gejagt und verfolgt, dass kann man sie schon auch erklären, also auch damals gab es schon den Konflikt von der Weidetierhaltung mit Wölfen.
00:09:10: Damals auch noch mit Luchsen und Bären.
00:09:12: Die gab's ja alle hier noch genau.
00:09:14: Und was man aber natürlich bedenken muss, damals gab das auch nicht so eine Art Solidaritätssystem wie wir es heute haben dass gerissene Weidetiere dann der Familie entschädigt wurden und damals mit wirklich subsistenzwirtschaft ohne Familie dann im besten Fall zweit oder einen Rind hatte.
00:09:32: und wenn das gerissen wurde vom Wolf, konnte das wirklich für die Familie ernsthafte Folgen haben.
00:09:38: Also bis hin zum Hunger.
00:09:39: also von daher war dass die ja die Angst- oder die Ablehnung vor Wölfen oder die Konkurrenz wirklich noch gravierender als es heute ist.
00:09:50: unnatürlich gab's auch damals keine Stromzäune.
00:09:52: also man konnte die Tiere auch wirklich schlechter schützen als es Heute ist.
00:09:55: dazu kommt aber auch dass es gerade so im Hochmittelalter viel weniger Wild bei uns in den Wäldern gab und Wölfe deshalb noch mehr dazu gezwungen waren auf beide Tiere, also menschlich gehaltene weite Tiere zu gehen.
00:10:11: Und das ist so wenig Wildgabe hat den Grund, dass eben diese feudalen Adelsjagden über Jahrhunderte im Wald den Wildbestand wirklich sehr, sehr decimiert hatten.
00:10:22: Es gab viel weniger Wald als heute weil viel abgeholzt wurde.
00:10:25: es wurde ja viel gebaut, viel geheizt.
00:10:27: genau also das ist So eine Gemengelage, damals wurde der Wolf so stark bejagt dass der letzte nachgewiesene Wolf, eighteenhundertfünfzig in der Lausitz geschossen wurde.
00:10:40: Was auch sehr gefeiert wurde.
00:10:42: also es gibt ja in ganz Deutschland findet man zu Steine wo drauf steht hier wurde der Letzte Wolf Nordrhein-Destpalens oder sowas geschossen genau.
00:10:50: Also achtzehnhundhundert fünfzig ist die Marke ab.
00:10:54: Da sagt man, gab es keine Wölfe mehr in Deutschland.
00:10:57: Zu DDR-Zeiten kamen schon immer mal wieder ein Wolfsindividuum aus Polen über die Oder.
00:11:03: Aber in der DDR war der Wolf auch eine Jagdbaritierart.
00:11:07: Es wurde dazu aufgefordert, sie zu töten und deshalb hat nie ein Wolf dann über die Grenze in Westengeschäft, wo er früher geschützt wurde.
00:11:15: Genau!
00:11:15: Und Schutz?
00:11:16: Status ist dann das Schlagwort, so Ende der Siebziger in den Achtzigern wurden eben Artenschutzstandards auf EU-Ebene aber auch in Deutschland entwickelt und verabschiedet.
00:11:28: Unter anderem dann auch die Flora Fauna Habitatrichtlinie, Verfahrrichtlinien genannt.
00:11:33: Das Artenschutzzinstrument dass wir in der EU haben ab der Wände, also so ab Anfang der Neunziger galt dann quasi dieser Schutz für viele Arten auch in der ehemaligen DDR.
00:11:46: Und deshalb kann man sagen, so ab den neunzigern Jahren war der Wolf dann in ganz Deutschland geschützt.
00:11:51: Ende der Neunsiger wurden das erste Wolfspaar aus Polen eingewandert in der Lausitz.
00:11:59: Also so Sachsen Brandenburg Festgestellt und im Jahr zweitausend wurden die ersten in Freiheit geborenen Welpen ja festgestellt oder gemoniert worden Deutschland.
00:12:11: Und das ist quasi man rechnet immer zum Jahr zwei tausend zurück, dass es so das Jahr der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland also jetzt sechsundzwanzig Jahre.
00:12:21: Schön, dass er wieder da ist.
00:12:22: Der ein oder andere erinnert sich vielleicht auch noch an unsere Kampagne Willkommen Wolf wie auch nicht mehr ganz jung, aber es ist auch immer noch unser Motto.
00:12:32: Wir haben natürlich ganz viele tolle Informationen auf unserer Website die wir nicht unterschlagen wollen.
00:12:37: an dieser Stelle und wer noch vertiefene Infos haben will, verlinken wir alles in unseren Infoboxes-Podcasts.
00:12:43: Wir wollen natürlich trotzdem ein bisschen darauf eingehen.
00:12:46: Natürlich, wir haben jetzt so ein bisschen die Geschichte hergeleitet.
00:12:49: wie geht das dem Wolf heute?
00:12:50: Also wo ist der in Deutschland quasi beheimatet?
00:12:55: Er ist ja nicht in allen Bundesländern zu finden.
00:12:58: Ja genau, also wenn man sich die Wolfskarte anschaut übrigens auch zu sehen unter www.nabu.de-Wolfskarte.
00:13:05: Also wir haben wirklich ich finde den Internetauftritt den wir so zum wolf haben.
00:13:10: der ist schon wirklich sehr ausführlich.
00:13:12: da gibt es viel spannendes zu entdecken Genau und auf dieser Wolfskate die aktualisieren wir einmal im Jahr Wenn eben die neuen offiziellen Monitoring Daten kommen.
00:13:21: Genau, da sieht man dass wir jetzt letztes Jahr zumindest zweihundert neunzehn Rudel, achtundvierzig Paare und fünfzehn territoriale Einzeltiere in Deutschland hatten.
00:13:32: das sind so um die ein tausend sechshundert Wölfe.
00:13:35: also es ist wirklich man kann schon sagen der Wolf ist zurück er hat sich hier wieder seinen Platz gefunden und ich glaube so schnell geht ja auch nicht mehr weg.
00:13:45: Was wir ja auch gut finden und das stimmt, es ist eine ungleiche Verteilung in Deutschland.
00:13:50: also der Schwerpunkt ist schon immer noch im Osten, also Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen – das ist so eine Achse, das sind die drei Bundesländer mit den meisten Wolfs-Teritorien, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben auch noch schon einige.
00:14:06: Und dann wird's aber auch schon weniger.
00:14:08: Also Länder wie Thüringen oder Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rudel, das hat sehr lange gedauert bis da überhaupt sich mal Wölfe niedergelassen haben.
00:14:18: Ja so in Baden-Württemberg gibt es glaube ich aktuell fünf Wölfer also zwei Einzelbüden und ein paar was jetzt ganz neu zusammengekommen ist ja genau.
00:14:28: Also das ist schon wirklich da noch sehr viel Platz für neue Territorien.
00:14:39: Die Wölfe finden hier guten Lebensraum, was sie schon auch quasi stören könnte oder eine Gefahr darstellt.
00:14:48: Es ist ganz klar der Straßenverkehr also so wie es ja mit allen wild lebenden Tieren Verkehrs- und Fälle gibt, gibt's die auch mit Wölfen.
00:14:56: das trifft vor allem die Jungtiere, die eben noch nicht so erfahren sind.
00:15:00: Und ich habe gerade mal nachgeschaut... Also letztes Jahr, im Verkehr gab es in Deutschland hundertdreiundzwanzig getötete Wölfe.
00:15:12: Vierzehn Wölfer sind gefunden worden, die anscheinend natürlich ein Todesstaben haben aber auch zwölf illegal getötet, also meistens geschossene Wölffe und das ist natürlich nur das was man auch findet.
00:15:23: Ich könnte mir schon vorstellen, man hat natürlich keine Zahlen dass die Dunkelziffer da sehr viel höher ist.
00:15:28: Also du hast es ja schon ein bisschen angesprochen, fast... Es gibt auch Gefahren für Wölfe.
00:15:35: Das mag dem ein oder der anderen jetzt gar nicht so logisch erscheinen, weil man ja häufig den Wolf eher als Gefahr für Menschen wahrnimmt.
00:15:43: aber genau da wieder eine Perspektivfrage.
00:15:46: Ja genau also es kommt auch oft so das Argument na Wölfer haben ja gar keinen natürlichen Feind in Deutschland und das wäre nicht gut wenn einer Art keinen natürliche Feind hat.
00:15:55: Und ähm ja das stimmt!
00:15:57: Also es gibt in Deutschland jetzt keine andere Art außer den Menschen.
00:16:01: Wer dem Wolf jetzt wirklich gefährlich werden könnte, ja es gibt wieder Luxe.
00:16:05: Auseinandersetzungen zwischen Lux und Wolf können tatsächlich auch mal negativ für den Wolf ausgehen aber in der Regel gehen die sich auch eher aus dem Weg.
00:16:12: Aber eben diese Anthropogenfotosursache wie das Straßenverkehr, das greift auf jeden Fall im Bestand ein.
00:16:21: Das fällt oft unter einen Teppich.
00:16:24: Große Beutegreifer brauchen nicht noch einen noch größeren Beutekreifer der sie reguliert, sondern sie werden ja reguliert über erstmal den vorhandenen Lebensraum und auch über das vorhandene Nahrungsangebot.
00:16:36: Und das kommt in der Natur einfach in der Regel nicht vor dass eine Art ihre Nahrung Grundlage total auslöscht, also dass Wölfe jetzt den kompletten Wald leer fressen.
00:16:48: Also das sieht die Natur nicht vor sowas.
00:16:52: und von daher wenn es irgendwann weniger Wild geben sollte was man noch nicht großartig merkt wir haben sehr viel Wild in Deutschland dann würde es auch weniger Wölfen geben weil eben weniger Welpen zum Beispiel durchkommen würden.
00:17:04: Es reguliert sich gegenseitig vielleicht nicht ganz Jahresaktuell aber Es ist so immer eine Schwankung nach oben und nach unten.
00:17:12: Und sie bedingen sich eben gegenseitig.
00:17:15: Genau, weil es jetzt gerade das Thema so schön passt würde ich jetzt quasi zu sehr aktuellen Themen springen wollen.
00:17:24: als kleiner Zeitstempel für die Zuhörenden Wir nehmen auf am fünften Mai, was danach passiert?
00:17:30: Darauf haben wir leider keinen Anfuß mehr oder vielleicht doch.
00:17:33: Denn das Jagdrecht in Deutschland hat sich ja vor kurzem etwas verschärft, was den Wolf betrifft... Genau.
00:17:42: Also im Detail gerne nochmal nachzulesen, er kann unter bestimmten Umständen jetzt leichter in manchen Gebieten vielleicht geschossen werden?
00:17:50: Was können wir jetzt quasi noch tun um den Wolf eigentlich zu schützen?
00:17:56: Ja
00:17:56: genau.
00:17:57: also vielleicht eine ganz kurze Erklärung was da genau jetzt eigentlich geändert wurde ohne zu sehr ins Detail zu gehen weil dieses neue Jagdgesetz ist wirklich unglaublich kompliziert.
00:18:06: so richtig versteht es Niemand habe ich das Gefühl, also auch die Bundesländer nicht.
00:18:11: Genau aber wir bleiben da auf jeden Fall dran.
00:18:13: Also was passiert ist dass der Schutzstatus des Wolfs auf EU-Ebene abgesenkt wurde von streng geschützt auf geschützten.
00:18:21: Es ist nicht so, dass jetzt komplett ohne Schutz dasteht.
00:18:24: Aber dieses grundsätzliche Tötungs oder Störungsverbot wurde etwas aufgeweicht.
00:18:31: Es ist jetzt quasi leichter mit einer Genehmigung oder eine Genehmigung zu bekommen, um den Wolf zu schießen.
00:18:37: Die Bundesregierung hat jetzt zum April das Bundesjagdgesetz verändert und den Wolf in das Bundes-Jagd-Gesetz aufgenommen auch mit einer Jagdzeit versehen von Anfang Juli bis Ende Oktober was wahrscheinlich vor allem auf den Nachwuchs gehen soll weil das ist die einzige Zeit im Jahr wo man quasi den nachwuchs.
00:18:59: also die werden ja so Ende April, Anfang Mai werden die Welpen geboren indem man den Nachwuchs noch unterscheiden kann von den erwachsenen Tieren.
00:19:08: Auch die Bundesregierung sagt, wir wollen jetzt eigentlich nicht einfach blind in eine Rodel reinschießen.
00:19:12: Weil wenn man dann die Elterntiere tötet und die verbleibenden Jungtiere aus lauter Verzweiflung und Hunger anfangen doch noch mehr auf Schafe zum Beispiel zu gehen weil sie die Rehe nicht bekommen, haben wir nichts gewonnen.
00:19:27: Mal abgesehen davon dass wir finden das dieses Jagdgesetz eh kein Gewinn für niemanden ist genau.
00:19:32: Und also deshalb steht zwar nicht mehr... Gesetz, aber ich gehe davon aus dass vor allem auf die Welpen gegangen wird und das sehen wir als absolut Nonsens an.
00:19:42: Ethisch ist noch mal eine ganz andere Frage ob man da Tierkinder abschießen möchte, aber es würde nicht die Weidetierisse vermindern was eigentlich das Ziel von dieser Gesetzesänderung war.
00:19:55: genau.
00:19:56: Ob jetzt aber wirklich es eine Jagdzeit in den Bundesländern gibt und wie leichtere Abschüsse geregelt werden sollen, das liegt jetzt wirklich in jedem Bundesland.
00:20:05: Weil jedes Bundesland auch ein Landesjagd gesetzt hat.
00:20:09: Und von daher ist es jetzt ganz wichtig dass unsere Landesverbände – und die sind jetzt alle oder größtenteils schon mit an der politischen Arbeit dabei wirklich auf ihre Landesregierung zugehen und versuchen da das zu verhindern, dass es diese reguläre Jagdzeit gibt.
00:20:25: Die wirklich einfach so was wie eine Art Quote oder so abschießt weil das macht keinen Sinn.
00:20:32: Das wird die Weidetierisse nicht verhinderen.
00:20:34: Das Einzige, was beide Tierissen wirklich zuverlässig minimiert also noch hundert Prozent Garantie gibt es nie, aber sehr reduzieren kann ist nun mal der Herdenschutz.
00:20:45: Und auch wenn man Wölfe bejagt – also nehmen wir mal an, wir haben acht Wölfer in einem Revier und man schießt drei davon über eine Quote dann hat man hier immer noch fünf Wölfel in dem Bereich wo man auch scharf verhalten will.
00:20:58: und diese fünf Wölfe lernen nicht durch eine menschliche Bejagung mehr Abstand zu Weidetieren zu halten, weil die Gefahr geht ja nicht von den Weidetiern aus.
00:21:06: Genau also von daher auch die Bejagung wird nicht vom Herdenschutz entwehren und das darf den Weitetierhaltern dann auch nicht so verkauft werden was aber leider öfter der Fall war von gewissen Politikerinnen genau und also von da hier.
00:21:22: wir bleiben daran in den Ländern jetzt zu versuchen möglichst viel Schutz für den Wolf noch aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Wichtigkeit von Herdenschutz zu betonen.
00:21:32: Und ich glaube, was wir alle machen können ist auch unsere gewählten Vertreter im Landtag zuzugehen Und eben dafür zu plädieren hier, ich möchte in unserem Bundesland keine Wolfsjagd.
00:21:47: Das macht keinen Sinn und unterstützt die Weidetierhaltung durch Herdenschutz und vielleicht auch ganz grundsätzlich mal Abseits vom Wolfsthema aber nicht durch Bejagungen.
00:21:56: Wir haben dafür einen Musterbrief auf unserer Homepage.
00:21:58: Vielleicht wird das noch verlinkt?
00:22:00: Auf jeden Fall!
00:22:02: Wir haben mir das schon vorstellen, dass es jetzt auch vielen Leuten nicht ganz leicht fällt sich an einen Politiker zu wenden.
00:22:08: Aber wir haben ein Musterbrief mit Argumenten.
00:22:10: man kann die natürlich abwandeln wenn man möchte aber das wäre eine große Hilfe wenn da aus der Bevölkerung auch an die Politik herangetreten wird.
00:22:19: deswegen noch Also, es ist nicht zu spät.
00:22:23: Wir wollen jetzt hier auch keine Untergangskränke shoppreiten.
00:22:26: aber genau wer kann und möchte.
00:22:28: sehr gerne den Musterbrief packen wir auch in die Infobox des Podcasts.
00:22:32: bei aufmerksamem Hörerinnen und Hörern haben's vielleicht jetzt gemerkt da haben sich dann doch deine beiden Arbeitsbereiche oder sind ihr natürlich eigentlich noch mehr auf jeden Fall die zwei größeren getroffen der Härten Schritz und der Wolf weil es ist ja dann doch ein zusammen ein miteinander in der beiden Themen dich in jeder Zeit, aber es berührt sich ja schon sehr häufig und das ist ja auch so.
00:22:54: Vielleicht bleiben wir noch kurz bei der Fläche.
00:22:57: Der Wolf ist zurück?
00:22:58: Ich glaube eine Sorge oder ich glaube es auch eine Frage, ob du häufiger bekommst, ob er nicht eigentlich mehr Platz hat.
00:23:09: und ich glaube da kannst du Entwarnung geben, ohne jetzt die Antwort verwechseln.
00:23:16: Ja das ist auch eine gute Frage weil der Wolf wird ja oft so als Symbol für Wildnis deklariert oder dargestellt und bis zu den Nullerjahren kannten wir ja Wölfe auch größtenteils aus Filmen irgendwie aus Alaska, oder?
00:23:35: Also wo es wirklich viel Platz, viel Wildnis, wenig Menschen und Straßen gibt.
00:23:40: Und ich glaube so in den letzten sechsundzwanzig Jahren haben Wölfe in Deutschland auch manche überrascht wie gut sie sich hier an unsere Kulturlandschaft anpassen können.
00:23:50: weil natürlich also wenn Wölfer sich das auch suchen können dann finden Sie eine Region ohne viele Menschen schon besser, aber das was Wölfe brauchen ist zum einen Rückzugsorte für die Aufzucht der Jungen.
00:24:03: Die müssen jetzt aber auch nicht riesig sein und zum anderen genügend wilde Beutetiere und das finden sie in Deutschland einfach überall.
00:24:11: wir haben einen historisch hohen Wildbestand genau und also von daher Wölfen würden eigentlich überall in Deutschland passenden Lebensraum finden.
00:24:20: Sie brauchen jetzt auch nicht unbedingt mal viel Wald, was ja auch verblüffend ist.
00:24:25: Die halten sich schon auch viel in Feld und Flur auf sage ich mal.
00:24:29: also auch in Schleswig-Holstein zum Beispiel gibt das Wölfe wo es sehr relativ wenig Wald jetzt gibt genau.
00:24:36: Also von daher es gibt passende Lebensräume hier.
00:24:39: Es gibt eine Studie, die sagt hier wäre Lebensraum für je nachdem welche Kriterien man anwendet aber für siebenhundert bis eintausend vierhundert Territorien.
00:24:49: Also nicht Wölfe sondern Territorien.
00:24:52: Das heißt da ist noch sehr viel Luft nach oben?
00:24:55: Genau.
00:24:55: und also von daher ja das mag manche überraschen Wolf in der Kulturlandschaft Aber Wölfe fallen jetzt auch nicht vom Glauben ab, wenn sie mal einen Mensch sehen.
00:25:05: Ich glaube die meisten Wölfer in Deutschland haben schon einmal ein Mensch gesehen ohne dass sie gesehen wurden so wie das wahrscheinlich mit den meisten Militären bei uns in Deutschland ist.
00:25:15: Also ich frag mich öfter Mal Wenn ich mit einem Hund im Wald spazieren gehe Wie viele Augen beobachten mich jetzt wohl gerade?
00:25:21: Die ich nicht sehe?
00:25:23: und da sind Wölse dann auch keine Ausnahme.
00:25:25: Das kann
00:25:25: ich gut bestätigen.
00:25:27: Ich bin immer auf der Suche nach Eulen und Wald, und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich schon an sehr vielen Exemplaren vorbeigegangen bin, weil sie sich einfach besser im Wald zurechtfinden als ich.
00:25:40: Und die dich wahrscheinlich auch früher mitbekommen, als wo Sie mitbekommen würdest?
00:25:46: Es klingt ja schon leicht durch!
00:25:47: Der Wolf polarisiert ja irgendwie, er weckt Emotionen bei vielen Menschen Manche, also sowohl positive Natur als auch negative Natur.
00:25:59: Wir haben Gott sei Dank sehr viele begeisterte Wolfsunterstützerinnen.
00:26:03: Welche Sorgen begegnen dir sehr häufig?
00:26:06: Wenn du mit deiner Arbeit nach draußen gehst und du wirst ja auch häufig eingeladen und bist für häufiger Gesprächsgaste bei welchen Sorgen werden da an dich herangetragen?
00:26:16: Also das sind vor allem ... Zwei Themen, das eine sind eben beide Tiere.
00:26:20: Wie kann man die schützen?
00:26:22: Habe ich hier vorhin schon gesagt, also Herdenschutz ist wirklich das A und O Elektrozäune da wo es passt auch Herdenschutzhunde beim Herdenschutz.
00:26:31: Also ich will ja gar nicht in den technischen Details.
00:26:33: Das kann man vielleicht an anderer Stelle machen.
00:26:35: aber was sich beim Herdenschutz immer ganz wichtig finde den Leuten mitzugeben ist Es geht hier ja nicht um Zäune die aussehen wie in Zoos oder wild gehägen.
00:26:45: Also das wäre ja total unpraktikabel, man kann sich keinen dreieinhalb Meter Stabilzaun auf die Weide stellen, sondern Herdenschutzzeune sind viel niedriger also so neunzig bis ein Meter zwanzig.
00:26:59: und das Wichtige ist dass da wirklich guter Strom drauf ist, wenn die Wölfe anfangen den Zaun zu untersuchen weil Wölfer untersuchen ein Hindernis in der Höhe erstmal bevor sie direkt drüber springen Das macht der Otto-Normal Wolf eigentlich nicht dass sie dann wirklich eine gewischt bekommen und eigentlich untergraben die ihre Hindernisse.
00:27:17: Und deshalb ist es wichtig, dass sie wirklich beim Graben an einen Stromleiter kommen.
00:27:22: Also der muss ziemlich niedrig sein, der unterste Stromleitor.
00:27:26: also man könnte sich andersrum auch in den vier Meter Zaun dahin stellen.
00:27:30: wenn man aber unten ne Lücke von vierzig Zentimetern lasst, kann der Wolf auch einfach unten drunter durchgehen.
00:27:35: Also Höhe sind sicherlich ein Thema beim Herdenschutz Aber ganz wichtig ist das Kraben zu unterbinden Genau!
00:27:43: Das andere Thema ist Wolf und Mensch.
00:27:46: Wie gefährlich sind Wölfe?
00:27:48: Wie verhalte ich mich, wenn ich auf einen Wolf treffe?
00:27:50: Und ich finde das auch eine total berechtigte Frage weil wir hatten nun mal eben hundertfünfzig Jahre keine Wölfte hier in Deutschland.
00:27:57: Wir sind die meisten von uns jedenfalls nicht damit aufgewachsen dass das zum Leerstoff an der Schule dazugehörte oder im Kindergarten vielleicht sogar.
00:28:04: genau Da ist es zumindest gut Entwarnung geben zu können.
00:28:09: Wölfe sind per se, stellen die keine aktive Gefahr für Menschen da, die sich eben gerne in der Natur aufhalten.
00:28:19: Natürlich wenn man das rein körperlich betrachtet ein Wolf ist mindestens so groß wie einen großer Schäferhund.
00:28:27: Die können einem natürlich wehtun, wenn sie das wollen würden aber wir stehen nicht auf der Speisekarte von Wölfen Und die allermeisten Wolfs-Begegnungen, wenn es dann eine gibt laufen absolut unaufgeregt ab.
00:28:40: Also der Wolf sieht den Menschen, der Mensch sieht den Wolf... Es kann schon sein dass der Wolf auch mal ein paar Sekunden stehen bleibt und die Situation einschätzt.
00:28:48: aber die meisten Wölfe rennen dann auch nicht in blanker Panik davon weil wie gesagt die wissen was ein Mensch ist sondern die verkrümeln sich dann eben und das ist so das normale Verhalten was man noch haben will.
00:28:58: wichtig ist, durchbleibt, nicht wegrennen sondern einfach stehen bleiben.
00:29:04: Im Wolf die Möglichkeit geben sich zurück zu ziehen.
00:29:06: wenn man sich unwohl fühlt kann man sich groß machen klatschen rufen und so den Wolf vertreiben.
00:29:12: ich finde es ganz wichtig dass man auch den zuständigen Behörden sagt wenn man einen wolf gesichtet hat einfach damit sie so früh wie möglich mitbekommen sollte ist ein auffälliges Verhalten geben.
00:29:24: weil klar wenn man Wölfe zum Beispiel anfüttert und die Menschen mit sowas positiven wie Futter verbinden kann das schon sein, dass die dann auch die Nähe von Menschen suchen.
00:29:34: Also von daher ist es wichtig so was nicht zu machen, nicht füttern, nicht streicheln und nicht in die Enge treiben.
00:29:39: Und dann sollte das in der Regel kein Problem sein.
00:29:45: Ich glaube wahrscheinlich viele von den Hörern haben diesen Fall aus Hamburg mitbekommen.
00:29:50: Genau, denn er ist noch nicht so alt?
00:29:53: Ja genau Anfang April hat sich ein junger Wolf nach Hamburg verirrt immer weiter in die Stadt rein, dass er dann im Einkaufszentrum gelandet ist wie auch immer er da genau reinkam.
00:30:04: Das hat es noch nicht geklärt aber er kam nicht mehr raus erst an und ging gegen die Glasscheibe gerannt und eine Frau in guter Absicht wollte ihm helfen, hat vielleicht auch nicht registriert das es ein Wolf ist.
00:30:13: Es sieht ja schon auch sehr hundemäßig aus und der Wolf hat sich in die Engel getrieben gefühlt und hat sich verteilt, ich tat sie ihm Gesicht verletzt.
00:30:23: Also das ist natürlich ein Worst Case.
00:30:25: Man möchte auf keinen Fall, dass es Verletzungen durch Wölfe an Menschen gibt aber dieser Fall zu dramatisch.
00:30:32: der war und es tut uns sehr leid für diese Frau, dass sie die Erfahrung machen musste Aber er ist erklärbar.
00:30:37: Es war kein... Ich würde nicht mal von Angriff reden sondern es war eine Verteidigung eines sehr gestressten Tieres.
00:30:44: ich mach' der Frau auch gar keine Vorwürfe Die wollte ja was Gutes machen.
00:30:48: Genau Es ist schon richtig, dass dadurch jetzt nicht die absolute Wolfshistorie in Deutschland ausgebrochen ist.
00:30:54: Sondern der Wolf wurde besendet und untersucht und ist ja zum Glück auch wieder freigelassen worden.
00:30:59: Genau
00:30:59: du bist sehr viel... Auch vorhin hast du natürlich gesagt, du bist viel abschreiblich aber ich würde sagen auch du bist ja sehr viel unterwegs in verschiedenen Themenbereichen und dergleichen.
00:31:10: was tut denn der Navo?
00:31:12: konkreter zum Schutz des Wolfs, also genau du kannst dich jetzt hier jeden Zaun stecken und jeden Wolfs monitoren aber genau.
00:31:22: Vielleicht kann so zwei drei Sachen so beispielhaft herausgreifen.
00:31:26: ja
00:31:26: diese praktische Arbeit tue ich tatsächlich nicht, aber wir ermöglichen es wiederum anderen Leuten in die praktische Arbeit zu kommen.
00:31:36: Also wir unterstützen zum Beispiel das Herdenschutzprojekt des Naboniedersachsen namentlich Herdenschutz Niedersaxen.
00:31:43: seit vielen Jahren, ich glaube seit zwei Tausend Sitzenden oder Achtzehn gibt es dieses Projekt und die haben über dreihundert Weiden in Niederson schon mit Zäunen ausgestattet bei der Planung unterstützt.
00:31:56: Klar, das Material müssen Die Weidetierhalter besorgen oder es wird vom Land gefördert, aber diese Beratungsleistung und eben die Aufbauleistung das wird von den Kollegen dort angeboten.
00:32:11: Und das ist wirklich toll!
00:32:12: um auch Akzeptanz für das Thema Hersenschutz und damit eben auch Nebeneinanderleben mit Wölfen zu generieren.
00:32:20: Und aber auch viel Wissen, also was funktioniert in einem Herdenschutz?
00:32:23: Und was funktioniert nicht?
00:32:24: Was gibt es für praktische Herausforderungen?
00:32:26: Wie kriegt man Strom auf einen sehr, sehr sandigen trockenen Boden?
00:32:30: Bekommt man eine Erdung hin?
00:32:32: Also ich war immer nie so super in Physik, Wirklich gut, was die Kollegen da alles ausprobiert und rausgefunden haben.
00:32:39: Und jetzt eben als Tipps für ganz Deutschland anbieten können.
00:32:43: Genau Bildungsarbeit ist sehr wichtig.
00:32:45: Also wir stecken auch einiges an Geld in die Broschüren zum Wolf an Bildungsmaterial für Kitas, für Schulen, für Dinario.
00:32:57: Das wird wirklich sehr gut nachgefragt von den Schulen, die auch einen Bedarf daran haben Materialien zu haben.
00:33:05: Wir haben letztes Jahr vielleicht noch als drittes Beispiel ein wirklich wunderbaren und ganz fantastischen Informationsfilm mitfinanziert vom Wolffilmer Sebastian Körner, der in verschiedene Kapitel aufgeteilt ist.
00:33:22: Und alle möglichen Facetten des nebeneinander mit Wölfen in Deutschland aufgreift und also ganz tolle Aufnahmen von wilden Wölven in Deutschland, viel auch wie das Familienleben die Rudelstrukturen ist.
00:33:34: Wie die Interaktion mit den Beutetieren ist.
00:33:36: Also ich kann jedem nur empfehlen der den Film noch nicht geguckt hat sich denn anzuschauen.
00:33:42: genau und da haben wir mit gearbeitet und ihn auch gefördert.
00:33:45: Genau sonst können wir natürlich auch empfehle Wolfspartende oder Partien zu werden, da erfährt man regelmäßig nämlich in der Patenpost mehr zur Arbeit des Nabus und zum Thema Wolf.
00:33:59: Du hast wie ich finde sehr schön und sehr bildhaft ja von deinem Arbeitsleben erzählt und ich kann mir auch also... Ich weiß es auch, dass dein Job bestimmt auch manchmal etwas Ja!
00:34:11: herausfordert sein muss, weil es ist ja mit einem Kommt auf den Gesprächspartnerinnen-Partner an so ein gut laune Thema des Herausforderndes.
00:34:19: Aber was schätzt du an deiner Arbeit am meisten und was bestärkt
00:34:23: dich darin?
00:34:25: Ja also da hast du auf jeden Fall recht.
00:34:26: ich habe schon auch Tage wo ich denke aber dieses Thema ist wirklich emotional so anstrengend.
00:34:32: Ich würde mir wünschen dass in Anfangszeichen einfach sachlich arbeiten könnte, dass man sachlich mit der Politik, mit auch, na ja sagen wir mal landwirtschaftlichen Gruppen oder Verbänden zusammenarbeiten könnte und es einfach um die Sache geht.
00:34:46: Und ich verstehe auch warum da so viel Emotion drin ist.
00:34:49: aber das ist schon manchmal wirklich anstrengend und man hat so das Gefühl gegen Windräder zu kämpfen.
00:34:56: und was sich beim NABU aber besonders mag ist vor allem der Kollegenkreis den wir hier haben also wirklich ganz besonders und sehr bestärkend, ja sehr freundlich, sehr kollegial.
00:35:09: Das tut gut.
00:35:10: und auch mit den Kollegen aus den Landesverbänden.
00:35:12: also ich liebe das einfach da so ein Netzwerk zu haben an Leuten die ich anrufen kann wenn ich eine Frage zur Sachsen-Anhalt habe und man sich austauschen kann und dann einfach weiß man steht auf der gleichen Seite.
00:35:24: man will dass man kämpft für das gleiche Ziel und das finde ich einfach toll in so einer Art Naja Verbandsfamilie irgendwie zu arbeiten.
00:35:33: Und man muss sich auch nicht immer überall einig sein, aber man kämpft ja eben für die gleiche Sache und das ist einfach was Gutes als wenn man so alleine dastehen
00:35:42: würde.".
00:35:50: Herausforderungen?
00:35:52: Ja, also die letzten Monate waren schon wirklich sehr herausfordernd.
00:35:55: Wir haben viel probiert diese Jagdgesetzdebatte irgendwie doch noch abzuwenden oder zumindest abzumindern.
00:36:03: Ich glaube ein bisschen abgemindert im Vergleich zum ersten Entwurf ist es auch.
00:36:07: aber das wäre total gelogen wenn ich jetzt sagen würde dass sich da nicht enttäuscht über das Ergebnis wäre.
00:36:12: Aber trotzdem hören wir jetzt ja nicht auf mit der Wolfsarbeit sondern das geht eben der Blick auf TV.
00:36:19: Bundesländer besetzen die das um.
00:36:21: Ich fand es total toll, dass wir über die Petitionen, die wir ins Leben gerufen hatten, über hundertfünfzigtausend Unterschritten generiert haben.
00:36:30: Das ist einfach eine Menge für eine Petition in Deutschland und mit diesen Unterschriften können wir aufdröseln auch wie viele Kammern aus welchen Bundesländern gehen wir jetzt auch an die dortige Landespolitik?
00:36:42: Und also von daher die Herausforderung von der Bundespolitik auf die Landespolitik zu switchen.
00:36:49: Und da hoffentlich auf halbwegs offene Ohren zu treffen und eben auch Bundesländer dazu zu bewegen, bei diesem Quatsch nicht mehr zu
00:36:59: machen.".
00:36:59: Ja.
00:37:00: Mit dem fast bestärkenden guten Herausforderungen, also genau vielen Dank wenn die unterschrieben oder sie unterschreiben haben.
00:37:08: bei unserer Petition hören Sie jetzt sich auf mit Ihrem Engagement.
00:37:10: das wäre sehr wichtig für uns.
00:37:12: Genau möchten wir aber ja mit unserer letzten Schlussfrage dann auch schließen.
00:37:19: diesen Folge von Walter Eule und es geht hoffentlich allen so dass man irgendwann zum Kraftchef raus muss Arbeitsthema befasst muss, gibt es einen Ort den du besonders gerne magst?
00:37:34: Vielleicht auch ein Ausflugstipp wie unsere Hörerschaft.
00:37:37: Wenn das dein geheimer Ort sein soll dann ist okay.
00:37:42: Ich glaube wahrscheinlich haben alle von uns diese geheimen Orte die man vielleicht gar nicht beschreiben könnte und auch vielleicht nicht wollte.
00:37:51: Zwei Hunde und dementsprechend bin ich viel draußen.
00:37:57: Er wohnt zwar in Berlin, aber hat eine ganz gute Anwendung einfach raus nach Brandenburg und ich finde alles gut wo irgendwie Wasser ins Spiel kommt.
00:38:06: Also sei es denn jetzt ne Moorlandschaft oder eben Seen oder Flüsse oder das Meer?
00:38:11: Ich find ja dass ist wirklich so der... Das Element am besten verknüpft mit Bäumen drumherum, wo ich runterkommen kann.
00:38:19: Und deshalb ist so das Ausflugsziel oder der Tipp in Brandenburg definitiv der große Stechlinensee.
00:38:27: Es ist ein sehr großer See und er ist so unfassbar klar.
00:38:30: also es ist im Sommer toll da zu sein man kann wunderbar darin baden es ist ein bisschen hügelig sogar drin herum was in brandenburg ja auch nicht überall so ist.
00:38:40: Also ich will fast sagen es gibt Berge da Genau, aber auch im Winter eine Empfehlung.
00:38:45: Weil wenn der zugefroren ist kann man trotzdem noch quasi das Wasser sehen oder den Boden sehen weil er ja so klar ist.
00:38:53: es ist zu jeder Jahreszeit ein ganz fantastischer See vielleicht
00:38:57: auch etwas für unsere Hörerschaft.
00:38:59: Dann Marie, vielen, vielen Dank dass du dir heute Zeit genommen hast so ausführlich, so bildhaft und so engagiert zu deinem Thema gesprochen hast.
00:39:06: wenn ihr Fragen habt, wenn sie Fragen haben kontaktieren Sie uns gerne.
00:39:09: walteräule at nabu.de ist unsere e-mail Adresse.
00:39:13: wir verlinken alle versprochenen Informationen in der Infobox.
00:39:17: dort finden Sie auch Unterstützungsmöglichkeiten und damit sagen wir auf Wiedersehen!
00:39:22: Ihr hoffen euch hat auch diese Ausgabe der Walder Eule gefallen.
00:39:26: Anregungen und Fragen erreichen uns an walteräule.net-nabu.de.
00:39:33: Diese Folge wurde produziert und moderiert von mir, Victoria Wima, Schnitt & Bearbeitung Eva Meyer.
00:39:40: Die Walderäule ist eine Produktion des Nabubundesverbandes.
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